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KEIN NICHTS
ein Experiment zur kollaborativen Kreativität
Im Frühjahr 2009 startete ein geniales Projekt, das bestimmt mehr Zukunft hat, als so mancher Sender im Fernsehen.
Mit vielen anderen Menschen gemeinsam einen Spielfilm von Anfang bis Ende entwickeln? Das Drehbuch schreiben, recherchieren, Drehorte auswählen, für die richtige Beleuchtung sorgen, schauspielern, das Projekt bekannt machen oder die Filmmusik komponieren? „Ein Film ist ein komplexes Projekt. Hier gibt es zahlreiche und auch sehr unterschiedliche Aufgaben, so dass jeder nach seinen Fähigkeiten mitwirken kann“, glauben Ellen und Stephan Brückner. Die Gründer des „Open Source Film“-Gemeinschaftsprojektes haben ein Experiment zur kollaborativen Kreativität gestartet. Zur Handlung:
Emily König ist eine Romanautorin und leidet unter einer Schreibblockade. Der vom Leben frustrierte Friseur Lukas Lichtenberger ist dem Suizid nahe.
Aber wie geht die Geschichte weiter? Das erste Kapitel wurde vorgegeben und kann als Video im Internet betrachtet werden. Für die Fortführung der Handlungen ist die KEIN NICHTS-Gemeinde verantwortlich.
Jedermann und –frau ist eingeladen, sich auf der Webseite www.kein-nichts.de kostenfrei einzuschreiben und Teil einer Community werden, die die Realisierung zweier Spielfilme vorantreibt: Ein Filmdrama und eine Komödie. In einem Wiki kann die Community die Drehbücher entwickeln. Viele Menschen, die an einem Drehbuch schreiben? Das muss doch in einem Chaos enden, lässt sich da vermuten. Doch das Ehepaar Brückner meint: „Das Projekt soll auch sinnbildlich für den Weg in eine fortschrittlichere Zukunft stehen. KEIN NICHTS ist kein Wettbewerb. Bei diesem Experiment soll gezeigt werden, dass die Gemeinschaft in der Lage ist, komplexe Aufgaben selbst organisiert und in hervorragender Weise zu bewältigen, soweit die Projektteilnehmer in der Lage sind, ihr Ego hinter das Gemeinschaftsziel zu stellen.“ Das Projekt steht unter einer Copyleft-Lizenz (creative commons by-sa). Hiernach sind die Verwendung und Weiterbearbeitungen der Projekt-Werke ausdrücklich erlaubt, soweit die Urheber genannt werden und Weiterbearbeitungen unter vergleichbarer Lizenz herausgegeben werden.
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